Ost-West -Begegnungen in Krieg und Frieden

Ab dem 19. Februar bis zum 02. April  erleben Sie im Eberhard-Koenig-Saal des Dampf-Land-Leute Museum in Eslohe die Wanderausstellung „Ost-West -Begegnungen in Krieg und Frieden - Auf den Spuren einer Familiengeschichte“.
 
Siebzig Jahre nach dem Kriegsende stellt sie die wechselvolle Geschichte einer Familie aus dem ehemals deutschen Osten vor. Grundlage für die Ausstellung ist das Buch „Masurische Gnadenhochzeit“ des in Masuren geborenen Schriftstellers Herbert Somplatzki, in dem er die einzigartige Landschaft schildert, aber auch von den Menschen und ihren Schicksalen erzählt. Er erinnert an friedliche Zeiten, doch auch an Flucht und Neubeginn nach dem Kriege in Westfalen. So werden eigene Erfahrungen mit der Weltgeschichte verbunden und Brücken zur Gegenwart geschlagen, die uns mit unseren Nachbarn sechzig Jahre in Frieden leben lassen.
 
Selbst als ein „Grenzgänger“ zweier Kulturen aufgewachsen, richtet Somplatzki seit Jahrzehnten seine Aufmerksamkeit auf deutsch-polnische Begegnungen, sowohl in seiner literarischen Arbeit als auch in der Begegnung mit den Menschen, die jetzt in seiner Geburtsheimat Masuren leben.Die Ausstellung folgt dem Weg der Familie Somplatzki zwischen Masuren und dem Ruhrgebiet von den 1880er Jahren bis in die Gegenwart. Die Ausstellung, ist eine Kooperation mit dem Westpreußischen Landesmuseum Warendorf und der Museumslandschaft des HSK und besteht aus dreißig Schautafeln mit Erläuterungen in deutscher und polnischer Sprache.

Papierkrippen-Ausstellung

Mit dem Ersten Advent beginnt die Zeit, in der wir uns auf das nahende Weihnachtsfest vorbereiten. Es wird dekoriert, Plätzchen gebacken und an alte Traditionen angeknüpft. Dazu gehört auch das Aufstellen einer Krippe. Krippen gibt es aus allerlei Materialien.

Eine besondere Sammlung zeigt jetzt unser Museum. Im Eberhard-Koenig-Saal können Papierkrippen bestaunt werden. Die Sammlung von Birgit und Bernd Kühn aus Netphen zeigt Papierkrippen in vielfältigen Ausführungen und aus verschiedenen Zeiten. Ein Verbot des Aufstellens von Weihnachtskrippen in Kirchen durch Kaiser Joseph II. von Österreich-Ungarn 1872 hatte zur Folge, dass die Krippenfiguren aus den Kirchen von Gläubigen gegen Bezahlung mit nach Hause genommen wurden. Viele einfache Leute konnten sich das nicht leisten, hatten aber gleichwohl den Wunsch eine Krippe zu besitzen. Die Handwerker, die vorher für die Kirchen Krippen gearbeitet hatten, begannen nun Krippen für Privatleute zu bauen. Aber nicht alle Christen konnten sich das leisten. So versuchten sie selbst Figuren zu gestalten. Was lag näher als zu Papier, Pinsel und Farbe zu greifen. So entwickelten sich mit der Zeit regelrechte Familienbetriebe, die sich der Herstellung von Papierkrippen widmeten. Papierkrippen gab und gibt es in unterschiedlichen Erscheinungsformen. Es gab Papierkrippen aus Bastelbögen, Klapp- oder Faltkrippen und Theater-Bilderbücher.

Das Museum zeigt in vorweihnachtlicher Atmosphäre einen Querschnitt durch alle Papierkrippen-Arten. Näheres zur Geschichte der Papierkrippen und ihrer Herstellung können Sie im Begleitheftchen „Faszination Papierkrippen“ nachlesen. Das Heft ist für 1 Euro an der Museumskasse zu erhalten. Die Ausstellung ist während der normalen Öffnungszeiten zu besichtigen. 

       

Auszeichnung der Webseite museum-eslohe.de

Ansprechende Webseiten – clevere Facebook-Aktionen – originelle YouTube-Videos: Auch in diesem Jahr suchte die SIHK gemeinsam mit den IHKs in Arnsberg und Siegen „Das Beste im Web“. Ganz vorn landete die von Altenhoff Webdesign gestaltete Internetpräsens des DampfLandLeute-Museums Eslohe in der Kategorie „non profit“.
Weit über 100 Webseiten stellten sich einer Experten-Jury. So engagiert sich in der Jury beispielsweise Dr. Uwe Klug, Professor für Angewandte Informatik an der FH Südwestfalen, oder auch Dr. Jens Rothenstein vom IFH Institut für Handelsforschung GmbH. Der Hagener Künstler Hartmut Gloger überreichte anschließend den „Non Profit”-Award an Altenhoff Webdesign, Frank Altenhoff aus Eslohe-Obersalwey für die Erstellung der Website des von einem Verein getragenen Museums Eslohe. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Informationsfülle, Barrierefreiheit und der professionellen Gestaltung der Webseite. Ein besonderes Highlight stelle der 360-Grad-Rundgang durch die Räumlichkeiten des Museums dar. Aber auch die Social Media Dienste des Museums wie Facebook oder YouTube wurden lobend erwähnt.

„Für mich persönlich ist es eine hervorragende Anerkennung meiner Arbeit", sagte Frank Altenhoff nach Preisverleihung. Dass ich, trotz der großen Konkurrenz von namhaften Agenturen, direkt im ersten Anlauf den Award für mich und das Museum Eslohe erhalte, macht mich besonders stolz.“

Erstmals erhalten die Award-Gewinner neben Trophäen und Urkunden auch das neue Gewinnersiegel, das die Preisträger auf ihren Webseiten und in der Unternehmenskommunikation verwenden dürfen. Der Südwestfalenaward 2016 ist für Unternehmen, Vereine, Verbände und Institutionen in der Region die Gelegenheit, über die eigene Internetpräsenz das unternehmerische und gestalterische Web-Know-how zu präsentieren und damit gegenüber der weborientierten Zielgruppe offensiv und innovativ aufzutreten. Zudem können Web-Designer, Grafiker, PR- und Werbeagenturen zeigen, welche Möglichkeiten realisierbar sind - für Kunden innerhalb und außerhalb der Region. Der Wettbewerb ist eine Gemeinschaftsinitiative der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, der Industrie- und Handelskammer Arnsberg, Hellweg-Sauerland und der Industrie- und Handelskammer Siegen.

 

 

(Text entnommen aus dem Bericht des Sauerlandkurier 11/2016)

Querverweise:
Bericht aus dem Sauerlandkurier
Bericht aus dem Lokalkompass